SaLü! – der Förderverein Partnerschaft Salford/Lünen e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich 2000 gegründet hat, um die Kontakte zwischen den Partnerstädten Salford und Lünen auf vielfältige Weise zu intensivieren.

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(v.l. Christel Treptau, Margit Horstmann, Britta Fehr-Günther, Christina Dörr-Schmidt)

 

Entstehung der Städtepartnerschaft mit Salford

Die Städtepartnerschaft zwischen Salford und Lünen wurde im Jahre 1966 offiziell begründet, damals noch zwischen Lünen und Swinton and Pendlebury, die später nach Salford eingemeindet wurden.

Die Entstehung der Partnerschaft ist eine herzbewegende Geschichte, die man in den Erinnerungen von Lesley Suggit, einem der Initiatoren, nachlesen kann (s. Archiv).

Lesley Suggit lernte als Bewacher im englischen Kriegsgefangenenlager den Lüner Bergmann Ernst Schwarzenberger kennen, und zwischen beiden entwickelte sich eine Freundschaft. Der Kontakt zwischen den beiden wurde in den Nachkriegsjahren aufrechterhalten, und Lesley Suggit hatte die Idee, dass die beiden Städte, Swinton and Pendlebury und Lünen, eine Städtepartnerschaft gründen sollten. Da beide Städte vom Bergbau geprägt waren und auch von Größe und Struktur viele Parallelen aufwiesen, schien diese Idee naheliegend und wurde auch von Menschen hüben und drüben unterstützt. Dennoch waren noch viel Überzeugungsarbeit und viel persönliches Engagement nötig, bis nach mehreren offiziellen Besuchen hüben und drüben am 25. März 1966 der Partnerschaftsvertrag in Swinton feierlich unterzeichnet wurde.

Was waren die Ziele?

Die Gründerinnen und Gründer der Städtepartnerschaft waren geprägt von den schrecklichen Erfahrungen des Krieges und beseelt von dem Willen, zu verhindern, dass es in Europa noch einmal zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen ihren Völkern kommen könnte. Sie wussten, dass eine notwendige Voraussetzung dafür ein gegenseitiges Kennenlernen und ein engerer Kontakt zwischen den Menschen beider Völker war, der sich am besten aus den Begegnungen zwischen jungen Menschen entwickeln und aufbauen konnte. Deshalb war der Jugendaustausch in verschiedenen Formen von Anfang an ein wichtiger Baustein der Partnerschaftsarbeit. Aber auch die Begegnungen zwischen Menschen der verschiedensten Alters- und Interessensgruppen, zwischen Sportlern, Musikern, Kulturschaffenden, Schulen, Politikern, Verwaltungsmitarbeitern, Kirchen, Friedensinitiativen und vielen anderen, haben ein dichtes Netz von Freundschaften und Bekanntschaften, politischer Zusammenarbeit und Gedankenaustausch, familiären Bindungen und regelmäßigem Besuchskontakt entstehen lassen.

Geschichte des Vereins SaLü

Seit 1967 war im Rahmen der Städtepartnerschaft jedes Jahr ein Jugendaustausch zwischen Lünen und Salford (bis Swinton and Pendlebury) statt. In Lünen wurde dieser Austausch vom Jugendamt in Salford von einem ehrenamtlichen Partnerschaftskomitee organisiert.

Im Jahr 2000 sollte aus finanziellen Gründen der Jugendaustausch von Seiten des Jugendamtes in Lünen aufgekündigt werden. In dieser Situation wurde in Lünen nach Möglichkeiten gesucht, den Jugendaustausch (und andere partnerschaftliche Aktivitäten) in anderer Trägerschaft weiter durchführen zu können.

In dieser Situation fand sich ein Kreis von engagierten Salford-Fans, die sich bereit erklärten, die Arbeit auf ehrenamtlicher Basis weiterzuführen, mit finanzieller Unterstützung durch die Stadt Lünen.

Unsere Aufgabe heute

Die Völker Europas sind inzwischen in der Europäischen Union so eng zusammengerückt, wie es sich die Gründer der Städtepartnerschaft sicherlich gewünscht haben, wie sie es aber wahrscheinlich auch in ihren kühnsten Träumen nicht für möglich gehalten hätten. Offene Grenzen und preisgünstige Reisemöglichkeiten erleichtern die Kontakte und lassen vieles selbstverständlich erscheinen, was für die Väter und Mütter der Partnerschaft eine kühne Vision war.
Ist unsere Arbeit für die Partnerschaft vielleicht überflüssig geworden? Im Gegenteil. Erwerb oder Vertiefung von Sprachkenntnissen, persönliches Kennenlernen, Begegnungen in Familien, Einblick in Lebensweise und Gewohnheiten des jeweils andern Volkes sind wichtig für die Zusammenarbeit in Europa, damit die europäische Routine und der gelegentliche Frust über die Auseinandersetzungen in den politischen Gremien und Institutionen uns die ursprüngliche Idee nicht vergessen lassen. Außerdem: Partnerschaftliche Begegnungen machen so viel Spaß!

Schwerpunkt der Aktivitäten von SaLü

  • Organisation des Jugendaustauschs
  • Kontakt zum Komitee in Salford
  • Vermittlung von Kontakten
  • Zusammenarbeit mit dem Partnerschaftsbeauftragten der Stadt Lünen
  • Betreuung von Gästen aus Salford
  • Pflege der Gasteltern
  • Öffentlichkeitsarbeit

Warum arbeite ich mit bei SaLü

Name: Irina Ehlermann
Dabei seit: Juni 2001
Aufmerksam geworden durch: Zeitungsartikel im Lüner Anzeiger 2001
Gastmutter: 2001, Gastkind Sarah

Erfahrungsbericht:

Nachdem ich durch einen Zeitungsartikel im Lüner Anzeiger auf den Förderverein SaLü aufmerksam geworden bin, habe ich für zwei Wochen ein englisches Mädchen bei mir aufgenommen. Es war eine sehr schöne Zeit. Bei der Nachbesprechung des Austauschs wurde ich vom damaligen Vorsitzenden gefragt, ob ich mich aktiver in den Verein einbringen wollte. Seit meiner Wahl zur Beisitzerin arbeite ich mit den anderen Mitgliedern des Vorstandes zusammen, um den Austausch zwischen Lünen und Salford auch weiterhin zu einer wunderbaren Erfahrung für Alle zu machen. Die angenehme Atmosphäre zwischen den Mitgliedern des Fördervereins unterstützt unsere Bemühungen ungemein.

Anlässlich des vierzigjährigen Jubiläums des Vereinsbestehens fand auch ein Austausch für die Organisatoren des Austauschs statt, der mir sehr gut gefallen hat.

Im Rahmen …

… dieses Austauschs habe ich die Organisatoren des englischen Komitees kennengelernt und mich mit einigen von ihnen angefreundet. Im Mai 2007 wohnte ein englisches Ehepaar für eine Woche bei mir. Ich freue mich sehr darüber, dass der Förderverein auch Freundschaften über die Sprach- und Landesgrenzen ermöglicht.